Bei KÜST fehlt kein E
Kontroll-, Überwachungs- und Steuertätigkeiten, kurz KÜST genannt, nehmen in der Arbeitswelt mit fortschreitender Automatisierung, Vernetzung und Digitalisierung zu.
Häufig erfordern diese Tätigkeiten eine hohe zeitliche und räumliche Bindung an den Arbeitsplatz. Dies kann zu körperlichen und psychischen Belastungen führen. Arbeitssysteme sollten deshalb unter anderem:
- nur die benötigten Bedienoptionen und Auswahlmöglichkeiten anbieten
- selbsterklärend und eindeutig sein
- überschaubar und gut strukturiert sein
- von den Nutzenden unterbrochen und fortgesetzt werden können
- an die Fertigkeiten der Nutzenden anpassbar sein und sie anleiten können
- an persönliche Bedürfnisse, körperliche und psychische Fähigkeiten sowie das Lernvermögen angepasst werden können
- bei mehreren Systemen in einem Arbeitsbereich keine Unterschiede in Funktionsweise, Ablauf und Bezeichnung aufweisen
- Fehlbedienungen anzeigen und nicht zulassen
- ohne Körperzwangshaltungen, hohe Körperkräfte und schwierige Sehaufgaben bedient werden können
Kontrolltätigkeiten können belastend sein.
Psychische Belastungen vermeiden
Monotone KÜST-Tätigkeiten sollten vermieden oder durch andersartige Aufgaben unterbrochen werden. Ein möglichst großer Handlungsspielraum beugt Über- und Unterforderung vor. Bei komplexen Anlagen braucht es eine gute Qualifizierung der Beschäftigten. Die Menge sowie die Wahrnehmbarkeit, die Unterscheidbarkeit und Interpretierbarkeit der Informationen im Arbeitsprozess müssen ergonomischen Grundsätzen entsprechen.
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