Rücknahme von Lithium-Ionen-Akkus im Handel
Sie sind im Vergleich zu herkömmlichen Batterien klein und können viel Energie speichern. Viele elektrische Anwendungen wären ohne Lithium-Ionen-Akkus nicht denkbar. Bei der betrieblichen Entsorgung können diese Eigenschaften aber auch Probleme bereiten.
Brandgefahren bei der Entsorgung
Gefahren entstehen durch die unter Umständen hohe elektrische Restladung entsorgter Batterien und Akkus sowie durch austretende Inhaltsstoffe. Beschädigungen oder hohe Temperatureinwirkung von außen können im Inneren von Lithium-Ionen-Zellen eine chemische Reaktion anstoßen, die große Mengen an Energie freisetzt, was zu einer sehr schnellen und starken Erhitzung führt. In kürzester Zeit brennt oder explodiert der Akku.
Rücknahme gebrauchter Akkus
Um einer möglichen Brandentstehung vorzubeugen, sollten unter anderem die folgenden Punkte im Betrieb beachtet werden:
- Entsorgung von Lithium-Ionen-Akkus ins Brandschutzkonzept integrieren, Fachleute beteiligen
- Betriebsanweisung erstellen
- Beschäftigte unterweisen
- von Kundinnen und Kunden genutzte Entsorgungsstationen regelmäßig kontrollieren; besser: Alt-Akkus durch geschultes Personal entgegennehmen lassen
- Entsorgungsstationen im Randbereich mit direktem Ausgang nach draußen platzieren
- Abstand zu brennbaren Materialien halten
- beschädigte Akkus außerhalb des Gebäudes in nicht brennbaren Behältern lagern und überwachen
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Header- und Vorschaubild: © Jens Ackermann