Mobbing am Arbeitsplatz

Eine besondere Form von Gewalt im Betrieb ist Mobbing, weil die Angriffe nicht spontan, sondern systematisch und über einen längeren Zeitraum erfolgen. Laut einer internationalen Studie hat fast ein Fünftel der Erwerbstätigen schon mindestens einmal Mobbing erlebt.

Mal ist es eine Einzelperson, mal eine Gruppe, die die Zielperson mobbt, also schikaniert, drangsaliert und ausgrenzt. Die Folgen sind gravierend: Mobbingopfer sind gesundheitlich beeinträchtigt; die Palette der Symptome reicht von Schlaf- und Konzentrationsstörungen bis hin zu Magen-Darm- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Im Unternehmen kommt es zu einer Verschlechterung des Betriebsklimas und zu Fehlzeiten; dadurch sind die Abläufe gestört, die Produktivität sinkt.

Handlungsmöglichkeiten

Nicht selten markieren soziale Konflikte den Anfang eines Prozesses, an dessen Ende ein Mobbingfall steht. Zum präventiven Handeln gehört demnach, ein gutes Konfliktmanagement im Unternehmen zu etablieren. Wenn eine Auseinandersetzung eskaliert und es zu Angriffen – etwa Androhung oder gar Ausführung körperlicher Gewalt – kommt, muss eingegriffen werden. Das aggressive Verhalten sollte durch personalrechtliche Sanktionen wie Abmahnungen, Versetzungen oder Neuverteilung von Aufgaben unterbunden werden.

Konflikte erkennen, benennen und klären, um Mobbing vorzubeugen.

In besonders schweren Fällen sind eine Strafanzeige oder sogar die fristlose Kündigung der aggressiven Person möglich.

Die durch Mobbing betroffene Person kann sich gegebenenfalls bei der betrieblichen Vertrauensperson oder einer externen Beratungsstelle Hilfe holen.

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