Stress lass nach – entspannter arbeiten, gesund bleiben

Pia B. erledigt unter Zeitdruck dringende Aufgaben, als ihr Kollege das Büro betritt: „Pia, kannst du mal …“ Sie unterbricht ihn: „Nein, kann ich nicht! Hier laden alle ihre Arbeit bei mir ab, das mache ich nicht mehr mit!“ „Sorry, ich wollte dich nur bitten, das Fenster zu schließen, bei mir zieht’s.“

Dauerstress führt zu körperlichen und psychischen Problemen.

Die Evolution hat viele Wirbeltiere mit einem Alarmsystem ausgestattet, das den Organismus in Sekundenschnelle auf Hochtouren bringt, um bei Bedrohung und Gefahr erfolgreich angreifen oder fliehen zu können. Dieses „Stresssystem“ gibt es auch beim Menschen. Gut so, könnte man meinen: Dann steht uns bei Bedrohung und Belastung im (Berufs-)Alltag immer genug Energie zur Verfügung, um die Situation zu bewältigen. Tatsächlich steigert die biologische Stressreaktion Herzschlag, Atemfrequenz und Aufmerksamkeit, dafür werden aber Verdauung und Immunsystem heruntergefahren. Auf diese Weise führt häufiger Stress zu Magen-Darm-Beschwerden und erhöhter Infektanfälligkeit. Außerdem können Verspannungen und Schlafstörungen auftreten; bei den psychischen Stressfolgen reicht die Palette von Konzentrationsschwäche bis hin zu Depressionen und Burn-out.

Stressprävention, Stressbewältigung

Der Entstehung von Stress im Job lässt sich durch eine verbesserte Arbeitsorganisation entgegenwirken: Sind Aufgaben gleichmäßig auf die Beschäftigten verteilt? Ist die Arbeitsmenge pro Person realistisch bemessen? Sind Zeitpuffer eingeplant? Diese und weitere Punkte sollten im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung überprüft werden. Darüber hinaus kann jeder und jede für sich selbst zur Stressbewältigung beitragen: Sport hilft, Anspannung abzubauen; Yoga, Meditation oder Achtsamkeitstechniken helfen beim aktiven „Loslassen“. Häufig reichen auch Hobbys wie Singen, Gärtnern oder Lesen aus, um den Stress im Beruf auszugleichen.

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